Jagdschloss Gelbensande
Residenz der mecklenburgischen Landesfürsten

Das als sommerliches Jagdhaus konzipierte Gebäude wurde vom regierenden Großherzog Friedrich Franz III. Anfang der 1880er Jahre in Auftrag gegeben. Nach Plänen des mecklenburgischen Hofbaurates Gotthilf Ludwig Möckel wurde es im Wesentlichen im Jahre 1885 errichtet und mit der Ausstattung 1887 vollendet.

Mit seiner Gemahlin hatte Friedrich Franz III. drei Kinder. Die Erstgeborene Alexandrine wird später die Königin von Dänemark. Das zweite Kind Friedrich Franz IV. war dann endlich der ersehnte Thronerbe. Schließlich wurde im Jahre 1886 Cecilie geboren, die sich am 4. September 1904 mit Kronprinz Wilhelm von Preußen, Sohn Kaiser Wilhelms II. im Jagdschloss verlobte. Das Jagdschloss wurde bis 1944 von der großherzoglichen Familie als Sommerresidenz genutzt.

Nach 1945 wurde das Schloss TBC-Lungenheilstätte und blieb bis Anfang der 80er Jahre Krankenhaus und Pflegeheim.

Von 1985 bis zur Wende 1990 nutzte die Gemeinde Gelbensande das Haus. Seit Mai 1998 kann im Jagdschloss geheiratet werden. Über 1.000 Brautpaare haben sich hier seither das Ja-Wort gegeben.

Am 17.09.2008 wurde das Jagdschloss Gelbensande von einem ansässigen Bauunternehmer erworben. Dieser sieht die Anlehnung an den Residenzgedanken des Grossherzoges Friedrich Franz III als unumgänglich und leitend an. Mit dem Vertragsabschluss begann der Traum vom Schloss, gepaart mit zahlreichen Ideen zum Erhalt. Nun galt es, die Schönheit des Alten weiter zu entfalten und es für die Einheimischen und Touristen in unterschiedlichen Ausrichtungen zugänglich und attraktiv zu gestalten.

Fährt man die B105 entlang von Rostock nach Stralsund, so laden am Wegesrand Schilder zu einem der zehn bedeutensten Schlösser Mecklenburg Vorpommerns ein: dem Jagdschloss Gelbensande.

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